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AHRTALKOMPAKT
Burgen und Adel im Ahrtal

Hedwig Gräfin Schweinitz

96 Seiten, 16 x 11,5 cm,60 Abb., 12 Karten, Broschur
ISBN 978-3-943123-11-1
3,50 €

Freizeit- und Wanderkarte Ahrtal

   
Rezension:
http://www.burgen-der-eifel.de/drupal7/content/Burgen-und-Adel-im-Ahrtal

BEGRÜSSUNG

Besuchen Sie auf den Spuren von tapferen Rittern und holden Burgfräulein die romantischen Burgen an der noch romantischeren Ahr. Lassen Sie uns dabei das Mittelalter mit Burgen und Rittern, mit Kaisern und Königen, edlen Damen und frommen Mönchen, kernigen Bauern und rotwangigen Maiden beschwören. Oder haben Sie andere Bilder im Kopf, wenn Sie das Wort Burg hören? Zum Beispiel, dass es auf diesen Kästen fürchterlich zog. Weil man zwar Fenster hatte, aber Glas nur für ganz Wenige erschwinglich war. So besaß zum Beispiel John of Gaunt, Duke of Lancaster, zu seiner Zeit einer der reichsten Ade­ligen Englands, Fenster aus Glas. Welch unerhörter Luxus, welche Verschwendung! Aber da er ein sparsamer Verschwender war, passten seine Glasfenster in die Fenster aller seiner Paläste. Er nahm sie auf seinen Reisen einfach mit.

Nun gut, wir wandern ja nicht in England, sondern an der Ahr. Aber diese kleine Geschichte passt hervorragend in unser Thema, war das Mittelalter doch international. Also viel mehr EU als heute. Das stimmte nur für den Adel? Und was ist mit den frommen Pilgersleut, die zur Sicherung ihres Seelenheils zum Beispiel von Köln nach Santiago de Compostella wanderten? Und zurück!
Nein, wir wollen Sie hier jetzt nicht politisch korrekt über die Lebensbedingungen von Adel und Volk im Mittelalter aufklären: Arme, unterdrückte, ausgebeutete und recht­lose Bauern auf der einen Seite und rücksichtslose, grausame und verschwenderische Burgherren auf der anderen Seite. Da macht einem das ganze Wandern ja keinen Spaß mehr. Und so war es ja auch nicht. Wir wollen, das Sie mit Freude dabei sind. Sie müssen auch nicht die ganze Strecke wandern. Sie können auch das Auto nehmen und die Fußwege schön kurz halten. Und natürlich unterwegs einkehren, um sich an delikaten Speisen und edlen Weinen zu laben. Und sich dabei wie Fürst und Fürstin fühlen, mit dienstbaren Geistern. Apropos Geister. Es nicht bekannt, dass es auf den Burgen oder Burgruinen an der Ahr spukt. Wenn doch, hier werden Sie es erfahren. Zu gegebener Zeit am rechten Ort.


Aber zurück in die Blütezeit der Burgen an der Ahr. So ungefähr ins zehnte bis vierzehnte Jahrhundert nach Christus. Nachdem die Römer Anfang des fünften Jahrhunderts dem unerbittlichen Drängen unserer germanischen Vorfahren nicht mehr widerstehen konnten und wollten und sich hinter die Alpen zurückzogen, war erstmal nicht so viel los im schönen Ahrtal. Zumindest nichts, von dem wir wirklich etwas wüssten. Aber dann, so um die Zeit, als Karl der Große, der Gründer Europas, sein Reich erst einte und dann groß machte, trat auch das Ahrtal aus den Dunkel der Geschichte wieder ins Licht.
Große Dinge geschahen. Die Karolinger, die damals noch nicht so hießen, gründeten das berühmte Kloster Prüm in der Eifel. Damit dieses Kloster blühen und gedeihen konnte, gaben sie ihm Land. Viel Land. Darunter auch Land an der Ahr. Außerdem belehnten sie noch ein paar verdiente Helden, die im Kampf für König und Kaiser ihr Leben riskiert hatten, mit Höfen und Wingerten an der Ahr. Das war die damals übliche Bezahlung für treue Gefolgsmänner. Manche bekamen auch nur einen Mantel pro Jahr und freie Kost und Logis bei Hofe.

Die mit den Höfen und Wingerten sind namentlich bekannt. Mit ihnen, und mit tatkräftiger Unterstützung des Klosters Prüm, hielt dann langsam aber unaufhaltsam die Zivilisation wieder Einzug ins Ahrtal. Das heißt: Der Adel gedieh und gewann an Macht und Einfluß. Die Untertanen wuchsen und vermehrten sich. Die Höfe, Weiler und Dörfer wurden größer. Wingerte und Obstgärten wurden angelegt, Felder bebaut, Vieh geweidet. Handel und Wandel kamen wieder in Schwung und damit die Notwendigkeit, das, was man hatte, zu bewachen und zu verteidigen. Zu dem Zweck baute der Adel an der Ahr feste Burgen. Das tat man ganz oben auf den Gipfeln der Berge und im Tal. Gleichzeitig befestigte man die Städte Sinzig, das Tor zum Ahrtal und Ahrweiler, die Rotweinmetropole.
Wie das im Einzelnen so vor sich ging, wer wann was warum errichtete oder befestigte, das möchten wir ihnen mit diesem kleinen Buch unterhaltsam erzählen. Wir be­gleiten Sie von der Barbarossastadt Sinzig bis Kreuzberg, zum Wohnsitz der Familie Boeselager. Dabei erleben, erlaufen und erfahren Sie auf ungefähr vierzig Kilometern ein paar Jahrhunderte Geschichte. Und jetzt gehts los.



INHALT

Begrüßung 5
Sinzig - strahlend im kaiserlichem Glanz 9
Bad Bodendorf - ein Dorf, eine Burg, ein Haus 17
Heimersheim - Zivilgericht mit Notariat 21
Burg Landskron - Erbe der Staufer 25
Haus Metternich - Leben vom Land 31
Burg Neuenahr - im Erbschaftsstreit dahingerafft 35
Bachem - eine Kuh macht Geschichte 41
Ahrweiler- Kloster Prüm und der Prümer Gang 47
Roemervilla Silberberg - 2000 Jahre alter Luxus 59
Kloster Marienthal -
Nonnen, Mönche und das Rheinische Marienlob 63
Burg Saffenburg - Hochadel im Ahrtal 67
Eine Liebe über alle Standesgrenzen -
Katharina Gräfin von der Marck 72
Burg Are - die Hochstadensche Schenkung 79
Burg Kreuzberg - sie steht noch! 87
Der Widerstand und die Brüder Boeselager 92
Nachklang 94

 
 
 








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